Informationen für Pflegefamilien

Wie wird man eine Pflegefamilie?

Pflegekinder, Pflegeeltern, Pflegefamilien, Voraussetzungen, Herausforderungen, Rechtsgrundlagen, Finanzen

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Die Formen der Familienpflege

Fachfamilien

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Sonderpflegestellen

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Bei dieser Pflegeform ist eine dauerhafte (langjährige) Unterbringung des Kindes in einer Pflegefamilie geplant. Die Kinder werden durch das Jugendamt nach Rücksprache mit dem Träger vermittelt und die Perspektive der Kinder wurde durch nach der Inobhutnahme meist durch Unterbringung in Familiärer Bereitschaftsbetreuung oder Kinderschutzambulanzen geklärt. Somit ist die Geschichte der Kinder und die Bedürfnisse des Kindes meist in Grundzügen bekannt. Es werden Kinder von 0 bis ca. 6-7 Jahren aufgenommen. Es handelt sich bei der Sonderpflegestelle um eine Form der Jugendhilfe auf der Grundlage des §33.2 des SGB VIII. 

Die Sonderpflegestellen werden durch PfK intensiv in Form von mehrtägigen Seminaren auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Im Vorfeld findet ein Kennenlernen und Überprüfung der Motivation, persönlichen Eignung und der räumlichen Voraussetzungen statt. Es ist jedoch keine fachliche Ausbildung im pädagogischen Bereich notwendig. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Familie muss jedoch durch eine berufliche Tätigkeit zumindest einer Person im Haushalt vor der Aufnahme der Tätigkeit gesichert sein. Wie bei leiblichen Kindern ist die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit der Hauptbezugsperson gewünscht, sofern die Versorgung und Betreuung des aufgenommenen Kindes und die Teilnahme an den Beratungsprozessen von PfK sichergestellt ist.

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Pflegefamilie wird die Sonderpflegestelle durch PfK während des gesamten Zeitraums, in der ein Kind dort lebt intensiv betreut, beraten und fortgebildet. Es finden regelmäßig Beratungsgespräche durch eine erfahrene systemisch ausgebildete Fachkraft (systemische Berater/in oder systemische/r Therapeut/in) in der Familie, ein regelmäßiger moderierter kollegialer Austausch mit anderen Sondepflegestellen und Fachfamilien und mehrfach im Jahr Fortbildungen und auch Feierlichkeiten statt. Die Arbeit mit anderen am Prozess beteiligten Personen und Institutionen wird durch PfK koordiniert, so dass die Sonderpflegestelle sich auf die Erziehung und Förderung des Pflegekindes konzentrieren kann. 

Die Sonderpflegestelle wird im Alltag der Lebensmittelpunkt für das Pflegekind und somit in die Familie integriert. 

Der Kontakt zu den leiblichen Eltern soll während des gesamten Zeitraumes der Unterbringung in Form von Besuchskontakten, Telefonaten und Zusendung von Fotos aufrecht erhalten werden, sofern dies für das Kind förderlich und mit den leiblichen Eltern möglich ist. Eine gelingende Kooperation zwischen den leiblichen Eltern und der Sonderpflegestelle ist für das Wohl des Kindes wichtig und kann einen positiven Entwicklungsverlauf vereinfachen. 

familiäre Bereitschaftsbetreuung/ FBB

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Wurzeln schlagen und dann wachsen.

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Grundvoraussetzungen für Pflegeeltern

PERSÖNLICHE EIGENSCHAFTEN

Ein Pflegekind aufzunehmen bedeutet eine Umstellung für die gesamte Familie. Die Pflegeeltern sollten neben den Grundvoraussetzungen auch persönliche Eigenschaften mitbringen: Freude am Zusammenleben mit Kindern Kooperationsfähigkeit und –bereitschaft Belastbarkeit Geduld und Zeit erzieherische Erfahrung und Fähigkeiten Reflektionsfähigkeit und -bereitschaft Einfühlungsvermögen und Akzeptanz Offenheit, Toleranz und Humor Bereitschaft, die eigene Familie zu öffnen.

RELIGION

Generell sollte die religiöse Grundhaltung der leiblichen Eltern des Pflegekindes akzeptiert werden. Die erzieherischen Aufgaben der Pflegeeltern sind ungeachtet der Religionzugehörigkeit zu erfüllen.

FAMILIE UND WOHNRAUM

Den eigenen Kinder der Pflegeeltern muss klar sein, was es bedeutet, wenn ein Pflegekind in der Familie einen Platz einnimmt. Alle Familienmitglieder sollten die Entscheidung, dass ein Pflegekind aufgenommen wird mittragen. Darüber hinaus ist es sicherlich von Vorteil, wenn auch die näheren Verwandten die Pflegefamilie positiv unterstützt. Ein eigenes Zimmer ist eine Grundvoraussetzung, um eine Pflegekind aufzunehmen. Der Wohnraum muss ausreichend Platz zum Spielen und Lernen bieten.

POLIZEILICHES FÜHRUNGSZEUGNIS

Für jedes Haushaltsmitglied der Pflegefamilie oder Erziehungsstelle, dass älter als 13 Jahre ist muss ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintragung vorgelegt werden. Dies wird beim zuständigen Bügeramt von der jeweiligen Person beantragt

BERUFSTÄTIGKEIT UND EINKOMMEN

Für die Dauer der Integration des Kindes in der Pflegefamilie muss immer ein Elternteil für das Kind ansprechbar sein. Daher wird erwartet, dass die Pflegeeltern ihre beruflichen Tätigkeit so einrichten können, das stets eine Bezugsperson beim Kind ist. Das bedeutet in der Praxis, dass ein Elternteil maximal Teilzeit beschäftigt ist. Nach erfolgreicher Integration und wenn es weitere Optionen gibt, welche die Versorgung des Kindes sichern, zum Beispiel der Kindergarten oder die Schule, kann die vollständige Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit neu überdacht werden. Ungeachtet dessen sollten die wirtschaftlichen Verhältnisse so gesichert sein, dass der Lebensunterhalt unabhängig von den Leistungen, die für die Aufnahme eines Pflegekinds gezahlt werden, bestritten werden kann. Der Weiteren ist zu berücksichtigen, dass aufgrund von Umgangskontakten mit den leiblichen Eltern, Gespräche mit dem Jugendamt und Beratungsgespräche mit dem Träger zusätzlich Zeit eingerechnet wird.

BEZIEHUNGSSTATUS UND GESUNDHEIT

Ob verheiratet, unverheiratet gleichgeschlechtlich oder alleinlebend mit und ohne Kinder jeder hat das Recht sich um die Aufnahme eines Pflegekindes zu bewerben. Das Alter spielt insofern eine Rolle, als das der Altersabstand dem natürlichen Eltern-Kind-Abstand entspricht. Sie sollten aus diesem Grund volljährig sein und Jünger als 63 Jahre. Beide Pflegeeltern sollten gesund sein, sodass die Ausübung der erzieherischen Aufgaben uneingeschränkt möglich ist. Ein Gesundheitszeugnis wird beim Antrag auf Aufnahme eines Pflegekindes vorausgesetzt.

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Der Weg zur Pflegefamilie

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Fachfamilien

Pflegefamilien

Wir suchen fortlaufend Familien oder Paare, die vorübergehend Kinder und Jugendliche in Krisensituationen aufnehmen und betreuen. Geeigneter Wohnraum muss und die zeitliche Möglichkeit, den oder die Kinder- und Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Krisen zu unterstützen muss gegeben sein. Fachliche Beratung und Unterstützung durch den Träger wird garantiert.

Ihr Ansprechpartner

Herr Haselbusch
0175 – 521 98 72

Perspektiven für Kinder gGmbH
Hans-Böckler-Straße 190
50354 Hürth

Kurzzeitpflege

Familiäre Bereitschaftsbetreuung

Wir suchen fortlaufend Familien oder Paare, die vorübergehend Kinder und Jugendliche in Krisensituationen aufnehmen und betreuen. Geeigneter Wohnraum muss und die zeitliche Möglichkeit, den oder die Kinder- und Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Krisen zu unterstützen muss gegeben sein. Fachliche Beratung und Unterstützung durch den Träger wird garantiert.

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Bienentreu
0175 – 521 98 72

Perspektiven für Kinder gGmbH
Hans-Böckler-Straße 190
50354 Hürth

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